Architekturbüro

Umbau und Sanierung eines ehem. Leichensezierhauses in ein Architekturbüro mit Anbau in Gießen, Sonderpreis beim Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege Nov. 2006

 

Laut der Denkmaltopographie Gießen handelt es sich bei dem Gebäude um die Leichenhalle, bzw. den Sezierraum des ehemaligen, an diesem Ort angesiedelten physiologischen Institutes.

Es ist Kulturdenkmal aus medizingeschuchtlichen und künstlerischen Gründen. Alle Überlegungen, den weiteren der Bausubstanz des Gebäudes durch eine Nutzung zu sichern, waren geprägt von der Prämisse: geringstmöglicher Eingriff und geringstmöglicher Verlust an Substanz.

 

Skalpellchen (2004)

 

Die bestehenden, stark verrosteten Fensterrahmen wurden sandgestrahlt und neu verzinkt. Ein neues Oberlichtband wurde im Flachdach eingebaut, zur Beheizung wurde eine Fußbodenheizung in den neuen Fußbodenaufbau integriert. 

Die notwendige Sanitärinstallation, eine Toilette, wurde nicht im Gebäude abgeteilt, sondern in einem eigenen Baukörper als Holzkonstruktion untergebracht, um eine Zerstörung des bestehenden Innenraumeindrucks zu vermeiden. 


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